Über mich

Brigitte Posch-Flotzinger

Mein Weg zur systemischen Familienaufstellung und was mich bis heute daran fasziniert, immer spannend bleibt und nie langweilig wird.

Wie es begann

2001 begegnete ich erstmals der systemischen Familienaufstellung. Eine Lebenskrise war der Grund dafür, und ich war überrascht und überwältigt von der Wirkung des Aufstellens auf mich.

Das systemische Denken und die systemischen Strukturen haben in mir ein Gefühl erleben lassen, das ich immer geahnt und gefühlt habe, nämlich dass alles einen höheren Zusammenhang hat, dass nichts zufällig ist.

In meiner Herkunftsfamilie hatte ich oft das Gefühl, nicht dazuzugehören, anders zu sein. Zu wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind, dass wir wie Knoten in ein Netz eingewoben sind, war eine wichtige Erkenntnis für mich. Nur die Summe der Knoten ergibt ein Netz, ein Knoten allein kann das nicht.

Genauso ist es mit unseren Familiensystemen. Wir sind Teil eines Systems, ob es uns gefällt oder nicht. Und wir haben unsere Aufgabe in diesem System. Es ist kein Zufall, dass wir sind, wie wir sind, und dass wir es erleben, wie wir es erleben.

Ich erkannte, es gibt eine höhere Instanz, es gibt so etwas wie ein Wissen, und dieses Wissen wurde in mir angestoßen.

Was mir bis heute wichtig ist

Zu Beginn besuchte ich regelmäßig Aufstellungen, stand in vielen unterschiedlichen Rollen und interessanterweise entdeckte und erkannte ich gerade dadurch immer mehr, warum in meinem Leben vieles ist, wie es ist.

Es ging mir gar nicht so sehr darum, wie ich etwas besser oder anders machen kann. Das Wesentliche war für mich das Erkennen, dass es ist, wie es ist, und warum es ist, wie es ist. Dieses Erkennen und Zustimmen, dass man Teil eines großen Ganzen ist, brachte eine Veränderung mit sich.

Bis heute ist das Wichtigste in meiner Arbeit mit Menschen, dass ich sie begleite im Erkennen, wer sie sind und im Erfassen, warum es in ihrem Leben ist, wie es ist. Das ist für mich das zentrale Thema.

Es geht nicht um Verurteilen, Werten oder Vergleichen. Es geht um Verstehen, Verständnis und Milde, vor allem mit sich selbst.

Mein fachlicher Weg

Bald darauf lernte ich bei Ilse Maly das Familienstellen. Es waren intensive Jahre, die mir sehr viele unterschiedliche Werkzeuge in die Hand gaben, derer ich mich bis heute bediene. Das zentrale Werkzeug blieb aber die Familienaufstellung. Seit 2007 bin ich selbst in der Aufstellungsarbeit tätig.

Mein weiteres sehr wichtiges Werkzeug, dessen ich mich bediene, ist die Fähigkeit, Menschen erfassen, abholen und lesen zu können. Meinen fünfundzwanzig Dienstjahren als diplomierte Krankenschwester, bis zur Geburt meines letzten Kindes 2014, in denen ich vorwiegend Menschen in ihren letzten Lebensjahren und im Sterben betreute, verdanke ich diese wichtige Ressource. Dazu gehört, dass ich Menschen, Körper und Schmerzen lesen kann, Diagnosen verstehe, und mir Zusammenhänge im medizinischen Denken geläufig sind. Im Zuge dieser Arbeit gehörte die Sterbe- und Trauerbegleitung zu meinem beruflichen Alltag, sowohl in der Begleitung von Patienten als auch deren Angehörigen.

2016 habe ich Touch for Health I bis IV abgeschlossen und damit die Kinesiologie als weiteres Werkzeug aufgenommen. Ich verwende es seither sehr gerne, um Gleichgewicht zum Beispiel auf emotionaler oder körperlicher Ebene herzustellen. Diese Arbeit setze ich auch begleitend auf dem Weg zu einer Aufstellung ein, um Boden für die aufdeckende Arbeit des Aufstellens zu schaffen. Im selben Jahr habe ich auch die Praxis LebensPUNKT gegründet.

Das Besondere meiner Arbeit

In meiner Praxis LebensPUNKT verbinde ich alle meine Werkzeuge, Erfahrungen, Ressourcen und Kompetenzen. Zu meiner Art der systemischen Arbeit gehört als Basis das Erstellen von Stammbäumen, deren systemisches Lesen und Erkennen der Dynamiken, die darin sichtbar werden. Erst danach entscheide ich gemeinsam mit meinen Klienten, ob und was wir aufstellen, und vor allem prüfe ich den richtigen Zeitpunkt für das Anliegen, das die Menschen zu mir führt.

Meine eigene Familie

Wenn ich zusammenfasse, in welchem Lebensbereich das systemische Denken und Handeln mich am meisten trägt, ist das auf jeden Fall meine eigene Familie. Ich bin verheiratet, habe vier Kinder und lebe mit ihnen in einer Patchworkfamilie. Eine erfüllte Partnerschaft unter diesen Bedingungen leben zu können bedeutet viel Wissen, Verbindlichkeit, Verständnis und Arbeit. Dann ist und bleibt die Liebe die Kraftquelle und erschöpft sich nicht.

Einladung

Mehr zu meiner Arbeit gibt es auf den Seiten Themenkreise und Aufstellungen.

Wenn du dich davon angesprochen fühlst, bist du herzlich eingeladen, dich zu melden.

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